Legasthenie-Zentrum Schöneberg gGmbH

Psychotherapie, Lerntherapie und Beratung

Schulen

Für Kinder, die mehr brauchen

Kooperation

Wir kooperieren mit zahlreichen Schulen und verstehen Bildungseinrichtungen als wichtige Partner im Hilfesystem. Denn viele Herausforderungen, die Kinder im schulischen Alltag zeigen, haben tieferliegende Ursachen und oft braucht es mehr als pädagogische Mittel, um ihnen wirksam zu begegnen.

Unser Ziel ist es, Schulen zu entlasten, Kinder gezielt zu fördern und neue Wege im Miteinander zu gestalten. Wir bieten lerntherapeutische Einzelmaßnahmen an Schulen, führen Gruppenangebote durch und begleiten Schulen mit Präventionsprogrammen und Beratung. Wir sind dabei bedarfsorientiert, praxiserprobt und immer in enger Abstimmung mit dem pädagogischen Team vor Ort.

Wir verstehen uns als fachliche Ergänzung, nicht als externe Lösung. In der Zusammenarbeit legen wir Wert auf Offenheit, Zuverlässigkeit und gemeinsame Verantwortung. Denn gute schulische Entwicklung gelingt nur im starken Netzwerk.

Wir sind offen für Kooperation und gemeinsame Konzeptentwicklung

Sie erleben in Ihrer Schule besondere Herausforderungen, möchten gezielt neue Unterstützungsangebote etablieren oder bestehende Kooperationen weiterentwickeln? Wir sind offen für partnerschaftliche Zusammenarbeit und bringen unsere fachliche Expertise gerne ein, um gemeinsam mit Ihnen passgenaue Konzepte zu gestalten.

Dabei kann es um lerntherapeutische Einzelsettings im schulischen Umfeld gehen, um Gruppenangebote zur Förderung von Kindern mit Lese-Rechtschreib-Schwierigkeiten oder Rechenstörung, um sozial-emotionale Unterstützung oder um die gezielte Prävention von Lern- und Verhaltensproblemen.

Auch Fortbildungen, Workshops und kollegiale Beratung für Lehrkräfte gehören zu unserem Repertoire.

Schreiben Sie uns gerne an.

Ansprechperson

Anna Stollreiter
Lerntherapeutin

Dipl. Pädagogin – Integrative Lerntherapeutin

Weitere Funktion: Referentin für Schul- und Organisationskoordination

„Fehler sind Tore zu neuen Entdeckungen.“ (frei nach James Joyce)

E-Mail: astollreiter(at)lz-schoeneberg.de

Kontaktieren Sie uns

Unsere Angebote für Schulen

Rahmenbedingungen für die Durchführung von Lerntherapie an Schule

Lerntherapie im schulischen Setting setzt eine enge Abstimmung aller Beteiligten voraus. Außerdem muss ein fester Raum zur Verfügung stehen, der für die Therapien eingerichtet werden kann.

Die Finanzierung erfolgt in der Regel über eine bewilligte Jugendhilfeleistung oder durch private Vereinbarung mit den Eltern.

Wir legen großen Wert auf eine kontinuierliche Durchführung der Therapie und eine gute Anbindung an den schulischen Alltag. Der regelmäßige Austausch mit Lehrkräften, die Beteiligung an Teamgesprächen sowie Hospitationen im Unterricht dienen dem Ziel, die Förderung wirksam und nachhaltig in das System Schule einzubinden. Die Schule unterstützt durch Integration in den Schulalltag und interne Sichtbarkeit unserer Therapeut:innen.

Lerntherapie im Einzelsetting

Die Lerntherapie an Schule findet im Einzelsetting statt und ermöglicht eine individualisierte, therapeutisch fundierte Förderung. Dabei geht es nicht um klassische Nachhilfe, sondern um die Stärkung von Basiskompetenzen, Lernstrategien, Selbstwirksamkeit und emotionaler Stabilität – Grundvoraussetzungen für schulisches Lernen.

Es soll Kindern Zugang zu Therapien und Förderungen ermöglicht werden, die sonst aufgrund ihrer eigenen familiären Situation kaum Aussicht auf eine solche Hilfe hätten. Gleichzeitig trägt das schulnahe Setting dazu bei, lange Wartezeiten auf außerschulische Angebote zu überbrücken, den Kontakt zwischen Fachkräften zu erleichtern und den Transfer der Inhalte in den schulischen Alltag zu verbessern.

Lernwerkstatt

Durch das coronabedingte Aussetzen des Präsenzunterrichtes vor einigen Jahren, ist es einigen Kindern nur unzureichend gelungen, schulische Lerninhalte erfolgreich zu erfassen und zu verinnerlichen. Folglich fehlten wichtige Basiskompetenzen im Schriftsprach- und Rechenerwerb bzw. deutliche Lernrückstände wurden sichtbar, die einer zusätzlichen Förderung im Schulalltag bedurften. Im Zuge dessen entwickelten wir eine Förderung in der temporären lerntherapeutischen Gruppe: die „Lernwerkstatt“, für Kinder ab der 2. bis 6. Klasse.

Inhalt des Angebotes

In einer Kleingruppe von maximal 4 Kindern arbeiten unsere Lerntherapeut:innen hier 1-2 mal wöchentlich an der Verbesserung der Schriftsprache und/oder der mathematischen Basiskompetenzen. Zudem setzen sie an den bereits erkennbaren Lernrückständen an, um diese aufzuholen. Die lerntherapeutische Gruppenförderung findet eingebettet im Schultag statt und ermöglicht so einen kontinuierlichen und engen Austausch mit den Lehrkräften der Kinder. Wir nutzen in den Lernwerkstätten ausschließlich standardisierte und bewährte Programme.

Auf Wunsch werden förderdiagnostisch die aktuelle Lernleistung sowie auch die Bereiche Wahrnehmung (auditiv und visuell), Konzentration, Arbeitsgedächtnis und Motorik sowie emotionale und soziale Aspekte erfasst. 

Im Anschluss wird ein weiterführender lerntherapeutischer Förderplan erstellt.

Ein Halbjahr Aufmerksamkeit und Wohlbefinden

Immer mehr Kinder zeigen Schwierigkeiten in der Aufmerksamkeitssteuerung, der Selbstregulation oder der Impulskontrolle. Das hat spürbaren Auswirkungen auf  das Lernen, Verhalten und soziale Beziehungen im schulischen Alltag. Unser ganzheitliches Aufmerksamkeitsprogramm richtet sich an genau diese Kinder und basiert auf einem integrativen, therapeutisch fundierten Ansatz zur Förderung exekutiver Funktionen.

In Kooperation mit dem Canisius-Kolleg erproben wir aktuell eine angepasste Variante des Programms im schulischen Kontext. Diese umfasst insbesondere Gruppentherapien und begleitende Elternabende, läuft über ein halbes Jahr und verzichtet bewusst auf das therapeutische Einzelsetting. Ziel ist es, gezielt im Gruppenrahmen an Aufmerksamkeit, Impulskontrolle, Selbstwirksamkeit und sozialem Miteinander zu arbeiten.

Dieses schulische Angebot ist eine Selbstzahlerleistung der Familien, kann aber auch im Rahmen einer engeren Kooperation mit Schulen erweitert oder gemeinsam weiterentwickelt werden.

Eine ausführliche Beschreibung des Gesamtprogramms finden Sie auf unserer Seite zum Aufmerksamkeitsprogramm. Bei Interesse an unserem Konzept, einer Umsetzung an Ihrer Schule oder einem fachlichen Austausch stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.

Lauschpiraten (Prävention)

Die „Lauschpiraten“ ist ein bewegtes, interaktives Eltern-Kind-Projekt zur Erfassung und Förderung von schulischen Basiskompetenzen imRahmen einer gezielten präventiven Entwicklungsunterstützung in der Schuleingangsphase. Das Programm richtet sich an insgesamt 8 Kinder und deren Eltern im ersten Schulbesuchsjahr. Als intensives Kurzzeit-Programm mit 10 Fördereinheiten, erstreckt es sich über insgesamt 5 Wochen.

Dabei reist die Kindergruppe durch die Welt der Piraten und entdeckt so Reime, Laute, Buchstaben und Worte. Die kleinen Piraten müssen
sich gut konzentrieren und in der Gruppe zusammenhalten können.

Die Förderung findet integriert in den Schulalltag statt, optimal im
Vormittagsbereich. An 4 Förderstunden nehmen die Eltern (ein Elternteil) der Kinder teil, um mit ihren Kindern gemeinsam zu lernen und eine Mitarbeit am Entwicklungsprozess zu fördern.

Die Lauschpiraten bestehen aus zwei Phasen

In den ersten 5 Förderstunden des Programms findet eine förderdiagnostische Erfassung von grundlegenden Basiskompetenzen für alle Kinder statt.

In den folgenden 5 Stunden werden bedeutende Kompetenzen nochmals gezielt gefördert (Sprache, phonologische Bewusstheit, Aufmerksamkeit). Im Rahmen der Elterngespräche können Möglichkeiten und Grenzen einer frühen pädagogischen Förderung in Schule und Elternhaus für das einzelne Kind gemeinsam herausgearbeitet werden und wenn notwendig, ergänzende Förderprozesse frühzeitig, im Anschluss angebahnt werden.

RIKO

Das bewegte Förderprogramm RIKO schließt an das Lauschpiraten-Programm an, kann aber auch einzeln gebucht werden. Es verbindet eine sprachlich-phonologische Förderung mit Elementen der Förderung von exekutiven Funktionen und verhaltensregulierenden Aspekten.

Ablauf

Die Kinder lernen in 20 aufeinander aufbauenden Förderstunden in der Kleingruppe (vier Kinder) genau hinzuhören, Reime zu erkennen und Worte in Silben zu gliedern. Sie lernen dreizehn Laut-Buchstaben-Verbindungen und die dazu gehörenden Lautgebärden kennen und üben die Lautanalyse und die Lautsynthese. Gemeinsam durchwandern sie nach und nach einen Dschungelweg, erleben Abenteuer und lösen Rätsel. Am Ende der Reise findet die Gruppe ihren (Schriftsprach-)Schatz.

Begleitet wird sie dabei von Papagei RIKO (Handpuppe). Ergänzend zu den sprachlich-phonologischen Förderelementen lernen die Kinder anhand eines Verstärkerplans, sich besser selbst zu regulieren und ihr
soziales Regelverhalten besser zu reflektieren.

Aufbau

Jede Fördereinheit hat einen ritualisierten Aufbau. Ein handlungsorientiertes Lernen in Bewegung steht in allen Einheiten im Vordergrund. Am Ende der Einheit arbeiten die Kinder in der Regel in ihrem persönlichen Arbeitsheft am Tisch. Die Fördereinheiten haben eine Dauer von 45 min und finden 1-2x pro Woche statt. Das Programm endet mit einer diagnostischen Erfassung des Leistungsstandes der Kinder und einem ausführlichen Auswertungsgespräch mit den Eltern und der Lehrkraft.

Lerntherapeutische Gruppen in Schule (LGS) – Ein Pilotprojekt

In Kooperation mit mehreren Berliner Bezirken erproben wir aktuell das Konzept „Lerntherapeutische Gruppen in Schule (LGS)“ – ein Pilotprojekt zur gezielten Förderung von Grundschulkindern mit deutlichem Unterstützungsbedarf im Lesen und Schreiben.

Ziel ist es, zentrale Wirkfaktoren der Einzelförderung – wie Kompetenzaufbau, sozial-emotionale Stabilisierung und systemisches Arbeiten – in ein tragfähiges Gruppensetting zu übertragen. In zwei Kleingruppen à drei Kindern erhalten die Schüler:innen über den Zeitraum eines Schuljahres wöchentliche Fördereinheiten, ergänzt durch individuelle Therapiepläne, Reflexionsphasen, Diagnostik und begleitende Eltern- und Lehrer:innenarbeit.

Im Fokus steht nicht nur die Förderung schriftsprachlicher Kompetenzen, sondern auch die Stärkung von Aufmerksamkeit, Selbstregulation und Selbstwirksamkeit. Grundlage ist eine sorgfältige Auswahl der Kinder auf Basis standardisierter Testverfahren (HSP, Elfe II, FEESS), Beobachtungen und diagnostischer Einschätzungen. Die Eltern werden über Informationsabende oder Einzelgespräche eingebunden, und die enge Zusammenarbeit mit den Lehrkräften wird durch Unterrichtsbegleitungen und Entwicklungsgespräche sichergestellt.

Die Gruppentherapie wird von erfahrenen Lerntherapeut:innen durchgeführt und regelmäßig supervidiert. Durch strukturierte Evaluationen und begleitende Dokumentation wird der Prozess fortlaufend reflektiert und weiterentwickelt.

Team und Organisation

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Haltung und Vision

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Standorte

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